TiZ- Thrombose im Zentrum

Die Zahl der Patienten mit einer Gerinnung hemmenden Medikation steigt in den Industrieländern kontinuierlich an, vor allem durch die zunehmende Zahl der Patienten mit Vorhofflimmern und auch der vermehrte Einsatz intravaskulärer prothetischer Materialien tragen dazu bei. In Deutschland werden ca. 900.000 Patienten mit Vitamin K-Antagonisten (Kumarinderivate) oral antikoaguliert, bei einer geschätzten Dunkelziffer, bezogen auf die Gesamtbevölkerung von einem Prozent therapiebedürftiger, aber nicht therapierter Patienten. Die orale Antikoagulation ist trotz vielfach verbesserter therapeutischer Ansätze weiterhin mit schwerwiegenden Komplikationen assoziiert und führt durch individuelle Beeinträchtigungen bei den Patienten zu hohen Folgekosten bei der Behandlung von Nebenwirkungen. Die Schlaganfallinzidenz bei nicht antikoagulierten Patienten mit Vorhofflimmern liegt bei ca. 6%, unter Antikoagulation bei ca. 3% pro Jahr.

Der Präventiveffekt unter Antikoagulation steigt altersabhängig bis fast 80 %. Während einer oralen Antikoagulation müssen die Blutwerte regelmäßig kontrolliert werden. Um hier eine jederzeit optimale Einstellung zu erreichen, ist eine gute Kommunikation zwischen dem Patient und dem behandelnden Arzt wichtig. Hierzu werden den Thrombosedienst und spezialisierten Gerinnungsambulanzen ein neuer Telemedizinsicher Service zum individuellen Gerinnungsmanagement mittels mobile Endgeräte angeboten.

Das Projekt ist im März 2010 in Mainz, Köln und Stuttgart gestartet.

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